Was Läuft in Kempen?

Erlebe Kempen berichtet immer wieder über die großen Projekte der Stadt.
Hier ein kleiner Zwischenbericht: Bei Familiensportpark und Schulcampus hakt es, beim Hotel-Neubau ebenso.
Bei der Burg machen nun Vereine Druck. 

Familiensportpark: Zeitplan ungewiss

Eigentlich hätte man schon seit einigen Wochen Bauarbeiten am Sportzentrum Berliner Allee erwartet. Ziel war es, so hieß es im Herbst 2023, Anfang dieses Jahres mit der Erweiterung zum Familiensportpark zu beginnen und unter anderem Naturrasenplatz mit Leichtathletik-Anlagen sowie Kunstrasenplatz zu bauen. Beim SV Thomasstadt hätte man die Plätze gerne so schnell wie möglich. In allen Abteilungen läuft es richtig gut, man „platzt aus allen Nähten“. Selbst der Ascheplatz an der Berliner Allee wird zurzeit wieder genutzt.  Doch wann die Arbeiten beginnen, kann die Stadt nicht sagen. Offenbar muss diese noch Flächen kaufen, um die bereits fertig geplante Erweiterung in die Tat umsetzen zu können. „Die Verhandlungen zum Grunderwerb laufen. Solange diese nicht abgeschlossen sind, können wir keine weiteren Angaben zum möglichen Baubeginn machen“, teilte die Stadt Kempen auf Anfrage von erlebe Kempen mit.

Was macht der Schulcampus?

Der Bau der neuen Sportanlagen an der Berliner Allee ist auch deshalb wichtig, weil die Stadt diese stets als Voraussetzung für den Spatenstich zum neuen Gebäude für die Gesamtschule angegeben hat. Das Schulgebäude sollte ab 2025 auf dem Ludwig-Jahn-Platz gebaut werden. Ob und wie sich der Zeitplan nun verschiebt, dazu wollte die Stadt keine Aussage tätigen. 

Hotel-Neubau: Klage gegen Baugenehmigung 

Viele Stimmen aus Politik und Wirtschaft fordern für Kempen ein neues Hotel. Ein Investor würde dies an der Stelle des alten Hallenbads an der Berliner Allee umsetzen. Als im April die Baugenehmigung erteilt wurde, gab es in der Stadt Hoffnungen auf eine zügige Realisierung. Zumindest aktuell sind diese Hoffnungen aber nun gebremst. Gegen die Baugenehmigung ist bereits Ende April Widerspruch eingelegt worden. Zuvor hatte es schon Kritik von Anwohnern gegeben, die fürchteten, das Gebäude werde zu groß. Die Stadt könne darauf aktuell noch nicht reagieren, teilte sie Mitte Juni auf Anfrage mit: „Die Begründung der Klage liegt uns noch nicht vor. Also können wir sie auch noch nicht erwidern.“

Burg: Vereine wollen Taten sehen

Nach der Vorstellung eines Konzepts für die Burg durch zwei Studentinnen der Bauhaus-Universität Weimar (erlebe Kempen berichtete im Mai) wollen nun Vereine Taten sehen. Kunstverein Kempen, Stadtsportverband, Werbering und Kempen Klassik unterzeichneten einen Antrag, der die Umsetzung des Realisierungskonzeptes fordert. Sie sehen die Chance, die Situation um die Burg wirtschaftlich umzukehren. Von einer nicht nutzbaren Bauruine, die jährlich Kosten verursache, „hin zu einem Objekt, welches Teile des defizitären Haushaltes der Stadt konsolidieren kann“. Es sei eine einmalige und zeitlich eng befristete Möglichkeit. So könne man Touristen und Kaufkraft in die Stadt holen. Der Kunstverein betont aber auch, dass er Ausstellungs- und Aktionsflächen suche, andere Vereine suchten Proberäume, der Bedarf sei mannigfaltig. Der Antrag wird nun wohl zunächst von der Politik an die Verwaltung zur Prüfung verwiesen.

Foto: © Ulrike Gerards