Helfen aus christlicher Nächstenliebe

Die Kempener Malteser laden zum Jubiläumsfest am 4. Juli ein. 

Wir haben uns soziales Ehrenamt auf die Fahnen geschrieben. “ Mit diesem Satz charakterisiert Stadtbeauftragter Frank Lange die Idee des Kempener Malteser-Hilfsdienstes. Seit nunmehr 55 Jahren verfolgt die Malteser-Gliederung am Niederrhein das Ziel, Bedürftigen uneigennützig und aus christlicher Überzeugung zu helfen. 

Das Jubiläum wollen die Malteser jetzt begehen und laden die Kempener zu einem Fest am Samstag, 4. Juli, ab 11 Uhr zur Pfarrkirche St. Josef nach Kamperlings ein. „Das eigentliche Jubiläum 2021 zum 50-Jährigen mussten wir wegen Corona absagen. Das holen wir jetzt nach“, sagt Frank Lange, der mit der ehrenamtlichen Geschäftsführerin Irmgard Heise die Spitze der Malteser in Kempen bildet. 

Beim Festtag 4. Juli wird Frank Lange nach einer von Propst Dr. Thomas Eicker zelebrierten Messe an die Anfänge erinnern. 1971 geht es in erster Linie darum, mit Ehrenamtlichen aus einem Erste-Hilfe-Kurs Verletzte oder in Not geratene Menschen über Sanitätsdienst und Katastrophenschutz zu unterstützen. Im Lokal Wilmen am Kuhtor wird im Dezember 1971 die Malteser-Einheit Kempen aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglieder sind Dieter Sandmann, Propst Johannes Hüskes, Hermann Heussen, Franz Palm und Hans Voetz. 

Im Vatikänchen direkt neben der Propsteikirche am Kirchplatz zieht der erste Stadtbeauftragte Dieter Sandmann das zarte Pflänzlein „Malteser in Kempen“ groß und schafft als Küster aus einer Messdienergruppe eine funktionierende Einheit, die aus Motiven wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit dort engagiert zu Werke geht, wo eine helfende Hand dringend benötigt wird und beherzter Einsatz im Sinne der Menschlichkeit erforderlich ist. Es folgen Stadtbeauftragte wie Rudolf Weiand, Kurt Heinz und schließlich ab 2015 Frank Lange, die der Malteserarbeit ihren Stempel aufdrücken. Die Angebote der Kempener Malteser finanzieren sich bis heute weitgehend aus Spenden. 

Ein Meilenstein ist sicherlich der Bezug des eigenen Hauses an der Verbindungsstraße 27, wo seit 1988 das Herz schlägt und von wo aus die Malteser ihre Einsätze koordinieren. Von dort aus schwärmen die zwei Dutzend Aktiven aus zu ihren Einsätzen in der Stadt und darüber hinaus. Dort befindet sich auch die Kleiderkammer.

Heute zählen zur Kempener Malteserfamilie 2253 Mitglieder. Vor allem ihnen möchte Frank Lange beim Festakt für ihren uneigennützigen sozialen Einsatz danken. „Aber auch unseren Ehrenamtlichen, Gönnern, Spendern, Partnern, der Stadt und dem lieben Gott gebührt unser ehrlicher Dank, dass es um unsere Hilfsorganisation so gut bestellt ist“, betont der Stadtbeauftragte.