Das gesamte Kempener Stadtgebiet stellt für viele Unternehmen eine magnetische Wirkung zur Ansiedlung dar. Aus Sicht der Unternehmen wird immer das große Ganze betrachtet. Wohnen, Einkaufen, Infrastruktur und Schulen.
Bei einer angespannten Haushaltssituation wird schnell der Ruf nach höherer Gewerbesteuer laut. Ist es da nicht der bessere Ansatz, erst einmal über die Senkung der Kostenstruktur nachzudenken? Und hier die Frage zu stellen, ob sich eine Stadt wie Kempen wirklich zwei Gymnasien „gönnen“ sollte?
Kein Unternehmen wäre mit Doppelstrukturen wie Fachräume, Technik oder Verwaltung auf Dauer überlebensfähig. Ein starkes Gymnasium mit 6 Einstiegsklassen kann deutlich mehr Ressourcen bündeln als 2 mal 3 Klassen. Gemeinsame Beschaffung, effiziente Flächennutzung, Zentralisierung der Technik und ein breiteres Oberstufenangebot sind nur einige Vorteile, die die Zukunftsfähigkeit des Schulcampus sichern würden.
Wir wissen, dass das ein Tabuthema ist, das viele denken, sich aber niemand wagt auszusprechen. Natürlich ist eine Schule kein Unternehmen; aber es mag erlaubt sein, hier einen unternehmerischen Ansatz anzusetzen. Eine solch ressourcenschonende Vorgehensweise würde aus UKK-Sicht nicht nur den kommunalen Haushalt entlasten, sondern auch den Bildungsstandort KK stärken.

