Wie Bevölkerungsschutz funktioniert

Einsatzfahrzeuge, Mitmachaktionen und spannende Einblicke hinter die Kulissen: Beim Bevölkerungsschutztag am Samstag, 11. Juli, macht Kempen sichtbar, wie Bevölkerungsschutz funktioniert – und wer ihn möglich macht.

Ob Starkregen, langanhaltende Hitze, großflächige Stromausfälle oder die veränderte Sicherheitslage in Europa: Krisen- und Katastrophenvorsorge ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema geworden. Der Bevölkerungsschutz soll dafür sorgen, dass Menschen auch in außergewöhnlichen Notlagen Hilfe erhalten und wichtige Strukturen funktionieren. Dabei zeigt sich immer wieder: Ohne die vielen Ehrenamtlichen bei Feuerwehr, DRK, THW, Maltesern und anderen Hilfsorganisationen wäre diese Aufgabe nicht zu bewältigen.

Wie wichtig ihr Einsatz für unsere Gesellschaft ist, zeigt der Bevölkerungsschutztag, zu dem die Stadt Kempen am Samstag, 11. Juli, von 10 bis 17 Uhr auf den Burgparkplatz einlädt. Gemeinsam mit zahlreichen Organisationen und Behörden wird dort erlebbar, was hinter dem Begriff „Bevölkerungsschutz“ steckt – und warum er ohne freiwilliges Engagement kaum denkbar wäre.

Ob bei Unwettern, Großschadenslagen, Verkehrsunfällen oder der Versorgung von Menschen in Not: Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk, die Malteser oder die Freiwillige Feuerwehr leisten Tag für Tag unverzichtbare Arbeit. Was viele nicht wissen: Ein großer Teil dieser Hilfe wird von Menschen erbracht, die ihre Freizeit investieren, um anderen beizustehen. Sie absolvieren Ausbildungen, nehmen an Übungen teil und stehen im Ernstfall bereit – oft rund um die Uhr.

Der Bevölkerungsschutztag bietet die Gelegenheit, diese Arbeit kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Hinzu kommen Akteure wie Rettungsdienst, Stadt und Stadtwerke Kempen sowie die Bundes- und Kreis-Polizei. 

Besucherinnen und Besucher können Einsatzfahrzeuge und moderne Technik aus nächster Nähe erleben, mit Einsatzkräften ins Gespräch kommen und erfahren, wie Hilfe im Krisenfall organisiert wird. Darüber hinaus informieren die beteiligten Organisationen über Themen wie Notfallvorsorge, Verhalten in besonderen Gefahrenlagen sowie die sogenannten Bevölkerungsschutz-Leuchttürme und Notfall-Info-Punkte, die im Ernstfall wichtige Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger sein können.

Auch Familien und Kinder kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Mitmachaktionen machen den Bevölkerungsschutz greifbar und zeigen anschaulich, wie Rettung, Versorgung und Gefahrenabwehr funktionieren. 

Der Bevölkerungsschutz lebt vom Zusammenspiel vieler Akteure – und vom Engagement der Menschen vor Ort. Der Aktionstag in Kempen macht deutlich, dass Sicherheit keine Selbstverständlichkeit ist, sondern das Ergebnis von Verantwortung, Zusammenhalt und Einsatzbereitschaft. Wer wissen möchte, wie unsere Gesellschaft auf Krisen vorbereitet ist oder vielleicht selbst über ein Ehrenamt nachdenkt, findet am 11. Juli auf dem Burgparkplatz die beste Gelegenheit dazu.